Avalon

Avalon

 

dem Großen Ozean von primitiveren Völkern heimgesucht. Vor allem Orks, Goblins und wilde Stämme der Menschen, die sich in jenen Tagen noch eben so barbarisch wie die Grünhäute verhielten, fielen in das Land ein.

 

Viele Jahrhunderte lang herrschte Anarchie in diesem Teil der alten Welt, doch keiner der Dutzenden von Kontrahenten vermochte die Oberhand in dieser zermürbenden, chaotischen Zeit zu gewinnen. Eldarion vom Stamm der Nolava war es dann, der es vermochte Frieden in das Land zu bringen in dem er die Stämme der Menschen zu einem Reich vereinigte. Mit geeinten Kräften gelang es der neugeborenen Nation die Orks und Goblins aus dem Land, das von nun an als Avalon bekannt war, zu vertreiben. --- Die Entstehung Avalons wird von den Imperialen Geschichtsschreibern um 977 nach Painkillers Geburt datiert.

 

Bis zum heutigen Tag folgen die Ritter von Bretonia den ritterlichen Traditionen, die Eldarion zu seiner Zeit etablierte. Seine Vision von der Herrin des Sees am Vorabend der Schlacht prophezeite ihm seine heilige Aufgabe und sein unausweichliches Schicksal als König von Avalon. Seit dieser Zeit haben die Krieger von Avalon ihre Dienste der Herrin des Sees verschrieben und versuchen, die ritterlichen Tugenden in ihrem Namen aufrecht zu erhalten. Durch Meisterleistungen mit der Waffe kann ein Ritter an Wertschätzung gewinnen und Tat um Tat zu einem der wenigen aufsteigen, welche von der Göttin besonders in Ehre gehalten werden. Die Belohnung dieser Ritter besteht darin, aus dem Gral der Herrin trinken zu dürfen, wie einst Eldarion es tat, und wie es nur solche tun dürfen, die reinen Herzens und reiner Seele sind.

 

 

 

Doch soweit ist es nie gekommen.

 

Denn am Abend des 31. Septembers meldeten Avalonische Späher, die an der Ostgrenze des riesigen Reiches postiert waren, eine nie da gewesene Ansammlung von Orks. Tausende mussten es gewesen sein, die sich in einem unbewohnbarem Gebiet, das auch als Tal der Schrecken bekannt war, versammelten. Viel zu spät erreichten die Eilboten der Grenzwachen die Hauptstadt, viel zu spät. Bevor König Eldarion einen Boten in die westliche Provinz Iudicium senden konnte, in der die Armee des Reiches postiert war, erreichten die Orks die weißen Mauern der Stadt. Man munkelt die Orks hätten Tunnel gegraben, mit denen sie schneller die Stadt erreichen konnten, aber das ist nur eine Vermutung.

 

Ein erbitterter Kampf brach aus, doch leider ohne Erfolg,  denn am morgen der ersten Oktobers lies das Tor aus dickem Eichenholz nach, und Hunderte Orks und andere dunkle Geschöpfe stürmten die Stadt. Nur eine Hand voll, wenn nicht noch weniger, konnten diesem Blutbad entkommen. Darunter auch der König, zwar schwer verletzt, aber am leben. Diese letzten Überlebenden machten sich auf den Weg nach Westen.

 

 

 

In Iudicium angekommen, wurde sofort Fürst Axo benachrichtigt, der ohne zu zögern, die Legionen 1-39, mehr gab es damals nicht, in Bewegung setzte. Die erste Legion, die Abmarschbereit war, wurde von einem jungen Mann befehligt, der noch eine große Rolle in der Geschichte Avalons spielen wird. Also marschierten sie gen Osten, ohne überhaupt zu wissen was geschehen war, denn niemand hatte ihnen berichtet was sie erwarten würde.

 

Avalon lag auf einer Anhöhe, von weitem zu sehen und sehr schwer einzunehmen.

 

 

 

So erreichten die Krieger die einst Ruhmreiche Stadt, und da sie nicht darauf eingestellt waren fielen viele von ihnen auf die Knie. Die sonst weißen Mauern waren in Blut getränkt, und dicke Rauchwolken stiegen aus ihren Inneren auf. Nun war die Stunde des Jungen Kommandanten gekommen, denn er trat vor die Versammelte Kriegermenge.

 

Mit tränen in den Augen appellierte er an die Erinnerung an die große Stadt.

 

Die Orks bemerkten jedoch, das sich draußen vor den Mauern etwas tat und reagierten auf provokante Weise, indem sie ihren Banner hissten und die großen avalonischen  Katapulte beluden, und zwar mit den Köpfen der Bewohner der Stadt.

 

Der Junge Kommandant schrie Schilde Hoch, und die Köpfe prallten ab. Daraufhin brachen weitere Soldaten zusammen, denn sie erkannten ihre Eltern, oder andere, die sie ins Herz geschlossen hatten. Wutentbrannt standen sie auf, blickten in Richtung Avalon und marschierten los. Allen voran der Kommandant. Einige Orks stellten sich ihnen in den Weg, mit denen aber kurzen Prozess gemacht wurde. In einer Reihe marschierten sie durch die Orks. Als die meisten dieser widerlichen Kreaturen vernichtet waren, versuchten manche von ihnen die Flucht zu ergreifen, doch vor den Toren der Stadt warteten schon die restlichen Legionen die aufgebrochen waren um zu retten was zu retten ist.

 

 

 

Die Stadt war gerettet. Doch das Imperium zerbrach. Nach und nach spaltete sich Iudicium, die Schattenkrieger und auch die Bayern verließen das Land. Sie bildeten alle eigene Provinzen, und mit der Zeit geriet die einst unsterbliche Stadt in Vergessenheit.

 

Bis dann 12 Jahre nach der Zerstörung ein Mann nach Avalon zurück kehrte. Es war der junge Kommandant, schon lange war er aus der Armee ausgetreten, um nun einen Gewagten Plan zu verwirklichen. Er wollte Avalon in neuem Glanz erstrahlen lassen.

 

 

 

Neu- Avalon, wie er die Neugebaute „alte“ Stadt nannte, hat sich unter der weisen Führung ihres neuen Königs, der Herrin des Sees zu welcher er auch vor jeder Schlacht betete und des Ehrencodex, nach dem die Adligen des Reiches in Kriegs- und Friedenszeiten leben, zu einer einflussreichen Nation entwickelt. Kein Mensch kann sich mit den kämpferischen Fähigkeiten der Ritter von Neu-Avalon messen, die mit Körper und Seele hingebungsvoll nach der Perfektion der Ritterlichkeit streben. Es gibt sogar viele Stimmen die behaupten, dass die Ritter von Avalon die gesamte Welt erobern könnten, wenn ihre heiligen Schwüre sie nicht verpflichten würden ihr eigenes Reich zu verteidigen und die Armen und Unschuldigen vor ihren Feinden zu bewahren.

 

Obwohl ihr Ehrencodex die Ritter dazu verpflichtet ihr Land und die dort lebenden Menschen zu beschützen, kommt es doch immer wieder vor das sie in fernen Ländern in den Krieg ziehen müssen. Als der Sultan Jaffar von Arabia in die Länder von Estalia einmarschierte, hob der damalige König von  Avalon eine große Armee aus, deren Mission es sein sollte Estalia aus seiner bösen Umklammerung zu befreien. Während der folgenden Kreuzzüge befreiten die Bretonen nicht nur Estalia, sondern trugen den Krieg nach Arabia selbst und zerstörten dort das Imperium von Jaffray. Mit dem aus dem Kreuzzug geborenen Eifer rissen die Ritter die dekadenten Paläste des Sultans nieder, verbrannten viele gefährliche Bücher aus seiner Bibliothek und stürzten seine finsteren Götzenbilder von den unheiligen Altaren.

Heutzutage bilden der König von Neu-Avalon und seine Ritter ein Bollwerk gegen die wachsende Bedrohung durch die bösen Einflüsse des Chaos, sowie die Mächte der Orks, Goblins und anderer Kreaturen, die das Überleben der Menschheit bedrohen. Die Avaloner erlangen ihre Macht durch ihre Ehre und durch die überlegenen Waffenfertigkeiten und solange sie die Länder der Menschheit beschützen bleiben diese vor den lauernden Gefahren verschont. Wenn die Ritter von Neu-Avalon jemals in ihren heiligen Pflichten versagen sollten, wäre das Reich der Menschen zweifellos zum Untergang verurteilt.